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Ablauf und Themen in der Paarberatung

Ablauf

Wenn Sie sich für die Durchführung einer Paarberatung entscheiden, klären wir in einem ersten Gespräch Ihr gemeinsames Anliegen. Worum geht es? Was soll das Thema sein? Da das Erstgespräch auch dem gegenseitigen Kennenlernen dient, ist es kostenlos und unverbindlich. Sie gehen keine Verpflichtung ein, wenn Sie mit mir ein erstes Gespräch vereinbaren.

Wenn Sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden, werden einstündige Folgetermine vereinbart, die zu Beginn der Beratung in ein – oder zweiwöchigen Abständen stattfinden sollten. In einer späteren Beratungsphase können längere Zeitabstände gewählt werden. Über die Anzahl der Sitzungen und die zeitlichen Abstände entscheidet das Paar. Ich gebe lediglich Empfehlungen ab. Bei der Vereinbarung von Terminen bemühe ich mich, auf die zeitlichen Möglichkeiten des Paars Rücksicht zu nehmen. Daher biete ich auch Abendtermine und Termine am Samstag an.

Die Gesamtdauer einer Paarberatung fällt unterschiedlich aus. Der zeitliche Umfang ist jedoch wesentlich geringer als bei einer Psychotherapie. Die Erfahrung zeigt, dass sich häufig schon in wenigen Sitzungen bedeutsame Veränderungen erzielen lassen. 

In manchen Fällen ist es angezeigt, dass ich mit den Partnern auch ein Einzelgespräch führe. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn die Partner auch eine Trennung erwägen.

Phasen in der Paarberatung

Jede Paarberatung verläuft anders. Es gibt kein festes Schema. Grob lassen sich vier Phasen unterscheiden: 

  • Klärung von Anliegen und Ziel: Nach der Klärung des Anliegens wird über das Ziel der Beratung gesprochen. Wohin soll die Reise gehen? Was hat sich verändert, wenn die Beratung erfolgreich war? Und woran will das Paar festmachen, dass die Veränderung im Alltag Bestand hat.
  • Aufdecken unbewusster Beziehungsmuster: Wenn bisherige Versuche zur Lösung der Probleme im Streit oder in der Sprachlosigkeit geendet haben, liegt das häufig daran, dass sich in der Kommunikation des Paars Muster herausgebildet haben, die einer Lösung im Wege stehen. Diese Muster sind in der Regel nicht bewusst. Sie steuern das Verhalten und Erleben, ohne dass die Beteiligten es merken. Das Aufdecken und Verstehen dieser Muster macht es möglich, dass das Paar Probleme neu aufgreifen und wieder konstruktiv bearbeiten kann.
  • Entwicklung von Lösungen: Für Paarprobleme gibt es meist nicht nur eine, sondern viele mögliche Lösungen. Damit man neue Lösungen entwickeln und bewerten kann, ist es oft wichtig, die Suche nach der Ursache aufzugeben. Für Entwicklungen in der Paarbeziehung gibt es immer viele Ursachen, die zusammenwirken. Das Entdecken guter Lösungen fällt oft leichter, wenn es dem Paar gelingt, sich von den Ursachen in der Vergangenheit zu lösen und sich mehr an den Möglichkeiten in der Zukunft zu orientieren.
  • Umsetzung von Lösungen: Wenn das Paar Lösungen vereinbart hat, müssen  sie im Alltag umgesetzt und erprobt werden. Auch hier kann die Paarberatung unterstützen, z.B. durch Übungen und „Hausaufgaben“.

Themen in der Paarberatung

Auch die Themen und Inhalte hängen vom Anliegen des Paares ab. Die nachfolgenden Punkte werden jedoch in jeder Paarberatung zur Sprache kommen.

  • Beziehungsgeschichte: Aus der Geschichte der der Paarbeziehung ergeben sich wichtige Hinweise auf die Ressourcen, die für die Lösung genutzt werden können. Worin liegen die gemeinsamen Stärken des Paars? Worin ergänzen sich die Partner? Welche früheren Probleme konnten überwunden werden und was hat zur Lösung beigetragen? Mitunter kann es auch wichtig sein, über die Erfahrungen zu sprechen, die die Partner in ihren früheren Beziehungen gesammelt haben.
  • Das Bild vom Gegenüber: In der Krise kommt es regelhaft dazu, dass die als schwierig erlebten Eigenschaften und Verhaltensweisen des Gegenübers alle anderen Facetten der Persönlichkeit überstrahlen. Dann erlebt man sein Gegenüber nur noch als „egoistisch“, „passiv“ oder „lieblos“. Das, was zuvor geschätzt und geliebt wurde, tritt in den Hintergrund. In der Beratung verfolgen wir das Ziel, diese einseitig gefärbten Bilder des Gegenübers wieder anzureichern.  Dadurch wächst die Bereitschaft, dem Partner wieder offen und vorurteilsfrei zu begegnen.
  • Rituale: In glücklichen Paarbeziehungen bilden die Partner gemeinsame Gewohnheiten aus, wie z.B gemeinsame  regelmäßige Gespräche oder gemeinsame Freizeitaktivitäten. Solche „Rituale“ sind nützlich, weil sie den Zusammenhalt stärken. Wenn sie in der Beziehung fehlen oder verloren gegangen sind, sollten sie neu aufgebaut werden.
  • Zukunftsbilder: Die Paarbeziehung gerät auch dann in die Krise, wenn es an gemeinsamen Zielen fehlt oder die vorhandenen gemeinsamen Ziele aus dem Blickfeld geraten sind. Im Beratungsprozess machen sich die Partner ihre Vorstellungen von Zukunft bewusst. Dabei geht es nicht allein darum, die gemeinsame Schnittmenge auszuloten. Wir klären auch, wie sich die Partner bei der Verfolgung ihrer persönlichen Ziele unterstützen können. Schließlich kann der Beratungsprozess auch als Anlass dafür dienen, dass die Partner neue Ideen und Vorstellungen zu einer gemeinsamen Zukunft entwickeln.

Die Rolle des Paarberaters 

  • Der Paarberater schafft einen wertschätzenden Rahmen, in dem sich das Paar mit seinem Anliegen angenommen und verstanden fühlt.
  • Der Paarberater ist Übersetzer. Er fördert das Verständnis der Partner füreinander. Er sorgt dafür, dass das Gemeinte vom Gegenüber auch gehört und aufgenommen werden kann.
  • Der Paarberater ist Entwicklungshelfer bei der Suche nach Lösungen. Er ermutigt das Paar, gedanklich neue Wege zu gehen.
  • Der Paarberater unterstützt das Paar als Coach, wenn es darum geht, die gefundenen Lösungen in konkretes Verhalten umzusetzen.